Hintergrundgeschichte der Schneereiter
Wie der Stamm zusammen fand.
Viele Jahre nachdem sichder Stamm der Schnee-Elfen nach Rayeks Angriff wieder ein einigermassen geregeltes Leben aufgebaut und einen neuen Platz zum Leben gefunden hatten, gab es erneute Konflikte mit den Trollen, da diese die Elfen aus den Eisbergen verteiben wollten. Es folgte eine Zeit der Kämpfe und Verluste, und selten konnten die Elfen gegen die Trolle gewinnen, kein Kampf verging ohne dass es Tote gab. Immer wieder griffen die Trolle an und versuchten, den Stamm von ihrem neuen Zuhause zu vertreiben. Viele starben oder wurden verletzt und die Schnee-Elfen lebten in ständiger Angst.
Schliesslich begann ein junger Elf Namens Zey, die Schnee-Elfen wieder aufzurütteln und trieb sie an, sich gegen die Trolle zu wehren und zu kämpfen wie zu früheren Zeiten, und sie folgten ihm hoffnungsvoll und mit neuem Mut. Es war zwar erneut eine blutige Zeit und es gab viele Kämpfe, aber seit langem konnten sie endlich wieder friedlicher schlafen und der Stamm erholte sich nach und nach. Zey wurde zu ihrem Anführer.
Doch diese Idylle war nicht von langer Dauer, als Kahvi zum Stamm zurückkehrte. Die Geschichte um den kleinen Palast gab vielen Mut und brachte den Stolz zurück, den die Schnee-Elfen einst hatten und die Aussicht, wieder ein Ziel zu haben. Doch es brachte auch geteilte Meinungen. Niemand hatte gross Lust, wieder zur Waffe zu greifen, als Zey nach Sorgenend reisen wollte um den Palast an sich zu bringen. Selbst den härtesten Krieger missfiel Zeys Plan. Denn alle wussten, dass die Elfen der Wüste den Palast nicht freiwillig hergeben würde, Kahvi erst recht nicht.
Dieses Vorhaben brachte Zwiespalt in den Stamm. Nicht alle waren begeistert von der Aussicht, erneut kämpfen zu müssen nur um einen Teil des Palastes zu besitzen, ein Splitter dessen, was einst ihr ganzes Begehr gewesen war. Dieser Zweck war für viele der jüngeren Elfen gar nicht nachvollziehbar, denn sie hatten den Palast noch nie gesehen
und verstanden auch nicht, weshalb die Schnee-Elfen nur den Palast als Ziel in ihrem Leben hatten. In ihrer Zeit gab es nur sinnlose Kämpfe um nichts als das Leben.
Einer dieser jungen Elfen war Juin, ein Krieger und Jäger, der genug hatte vom ewigen Blutvergiessen. Er verstand nicht dass Zey bereit war, seinen Stamm für etwas so unwichtiges zu opfern und versuchte, ihn umzustimmen. Er war ein Krieger und der Kampf war für ihn eine Leidenschaft. Doch nach dem ewigen Krieg gegen die Trolle war es ihm zuwider in einen erzwungenen Kampf zu ziehen gegen seinesgleichen. Einen Troll zu töten war eines, aber einen Elfen..
Doch die älteren Schnee-Elfen unter ihnen, die den Ruf des Palastes nicht vergessen hatten und ihm noch immer folgten, standen zu Zey und wollten ihm folgen. Da Juin sich weigerte Zey zu folgen und auch, für ihn das Lager zu verteidigen, verstiess dieser ihn und all jene die zu ihm standen aus dem Stamm und verliess die Höhlen der Schnee-Elfen mit dem Stamm. Juin und seine Anhänger würden nie erfahren, was mit den Schnee-Elfen geschah, die voller Zuversicht gegen das Sonnendorf in den Krieg zog.
Auch Juin wollte die Höhlen verlassen. Der Ort war gefährlich, die Trolle ein beständiges Risiko und die Erinnerung an
die verstorbenen Gefährten noch immer frisch.
Aus diesem Grund wollte er für die neue Gemeinschaft einen besseren Ort finden, wo sie friedlich leben konnten ohne fortwährend um ihr Territorium kämpfen und neue Verluste hinnehmen zu müssen. Denn sie waren nur wenige, und alle waren aufeinander angewiesen.
Die Elfen die ihm folgten machten ihn ohne Absprache zum Anführer. Er hatte sich gegen Zey gestellt und somit die Verantwortung übernommen einen besseren Weg zu finden. Und obwohl er noch jung war und nicht gewohnt, andere anzuführen, schenkten sie ihm ihr Vertrauen und gingen da hin, wo auch er hin ging und unterstützten ihn in allen Belangen.
Aus dem ehemaligen Lager der Schnee-Elfen nahmen sie den nötigen Proviant mit, Waffen die noch vom Krieg um den Palast stammten, Leder und Felle, persönliches Hab und Gut, Werkzeuge und Behältnisse und einige der Rentiere, die man ihnen zurückgelassen hatte. Sie ritten eine lange Zeit einfach nur ziellos durch die Berge, auf der Suche nach einem sicheren Ort an dem sie sich niederlassen konnten.
In dieser Zeit wuchs die kleine Gruppe zu einem Stamm zusammen, sie lernten einander besser kennen als je zuvor und lernten, aufeinander zu hören. So bildeten sie einen neuen Stamm, der sich dann selbst Schneereiter nannte.
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